Zinssatzberechungen: So geht’s
Genaue Zinssatz-Berechnungen für den Kreditvergleich. Wie funktioniert das? Welche Stolperfallen sollte man vermeiden? Content extern erklärt, worauf Sie achten müssen.
“Zinssatz” ganz einfach erklärt
Der Zinssatz ist ein Prozentsatz, der die Kosten für einen Kredit angibt. Der Zinssatz ist ein entscheidender Faktor bei der Berechnung der Kreditzinsen. Man unterscheidet mehrere Arten von Zinssätzen. Der Nominalzins drückt den reinen Zinssatz zur Berechnung der Zinssumme aus. Beim Realzins werden die Auswirkungen der Inflation miteinbezogen und berücksichtigt. Mit dem Effektivzinssatz wird der Zins unter Berücksichtigung aller Nebenkosten und des Auszahlungskurses bezeichnet.
Fixe oder variable Zinsen
Je nach Vertragsgestaltung kann der Zinssatz als fix oder variabel vereinbart werden. Wird der Zinssatz als fix vereinbart, bleibt der Zinsanteil der Raten immer gleich und verändert sich nicht. Dadurch kann der Kreditnehmer aber auch nicht in die Situation kommen, günstigere Raten zu erhalten. Wird der Zinssatz als variabel angenommen, passt sich dieser Prozentsatz jeweils dem aktuellen Marktzins an. Die Raten fallen demnach nicht immer in derselben Höhe an. Dies kann jedoch aber auch dazu führen, dass der Kreditnehmer zu einem Zeitpunkt, wo die Leitzinsen hoch sind, auch eine höhere Zinsbelastung in Kauf nehmen muss.
Berechnungsmethoden für Zinssätze
Bei der allgemein üblichen Berechnungsmethode der Zinsen wird der Kapitalwert des aufgenommenen Geldbetrages mit dem Zinssatz und der Laufzeit in Tagen multipliziert und durch die Tagesanzahl eines Jahres, welche von den meisten Kreditinstituten mit 360 gerechnet werden, dividiert. Es sind aber auch andere Methoden in Verwendung, bei denen auch die Monatstage berücksichtigt werden oder beispielsweise auch die Tage pro Jahr mit 365 angenommen werden.
Wenn man die Inanspruchnahme eines Kredites überlegt und sich dazu mehrere Angebote einholt, um eine Vergleichsmöglichkeit zu erhalten, sollte man nicht nur den Zinssatz alleine vergleichen, sondern auch die Berechnungsmethode erfragen bzw. die berechneten Raten direkt vergleichen. Auch hier muss jedoch noch kontrolliert werden, bei welchem Angebot ein variabler und bei welchem Angebot ein fixer Zinssatz vereinbart wurde, da sich auch dadurch die Höhe der Raten noch ändern kann.
Das ist der Zinseszins-Effekt
Der Kreditnehmer sollte auch nicht vergessen, den Zinseszinseffekt zu beachten. Denn auch durch die Häufigkeit der Zinsberechnung kann sich die Gesamtbelastung durch Zinsen verändern. Ein genauer Vergleich der verschiedenen Angebote unter Berücksichtigung aller Faktoren kann sich aber durchaus lohnen. Überdies hinaus sind die meisten Banken und Kreditinstitute auch verhandlungsbereit und gewähren in der Regel noch kleine Nachlässe auf den Zinssatz. Vor allem dann, wenn man ein Vergleichsangebot eines günstigeren Anbieters vorlegen kann. Wenn man sich in einer guten Position befindet lässt sich der Zinssatz auch noch mit der Bonität ein wenig drücken. Besitzt man eine besonders gute Kreditwürdigkeit, gewährt das Kreditinstitut meist niedrigere Zinssätze, da in diesem Fall das Kreditausfallsrisiko geringer ist.
Neben dem Zinssatz sollten hier aber auch noch andere Kostenpunkte beachtet werden. Bearbeitungsgebühren und Spesen fallen in der Regel nicht unerheblich aus. Aber auch diese können in vielen Fällen verhandelt werden. Auch auf diese Weise kann man die Gesamtbelastung der Kredit Finanzierung auf ein Minimum reduzieren, wodurch auch die monatliche Belastung durch geringere Raten gesenkt werden kann, wenn die Spesen und Gebühren nicht einmalig eingezogen werden, sondern in den Raten mitverrechnet werden. Durch genaue Angebotsvergleiche und geschickte Verhandlungen zur Senkung der Zinsen und Gebühren kann oft eine sehr günstige Kreditvereinbarung erzielt werden.